Aktuelle Berichte aus 2018

13.05.18: Schlosswaldlauf in Alsfeld-Altenburg (von Sandra)

An diesem Wochenende ging es nach Alsfeld (Vogelsbergkreis), wo im Ortsteil Altenburg der Schlosswaldlauf ausgetragen wurde.
Die Strecke über 13 Kilometer zählt für mich inzwischen als "Kurzstrecke", und das wellige Profil bot sich hervorragend für eine Tempoeinheit an. Mein Ziel, innerhalb von einer Stunde wieder im Ziel zu sein, habe ich erreicht - und nicht nur das: Nach 58:05 Minuten stand ich als Gesamtsiegerin fest und hatte einen komfortablen Vorsprung von fast fünf Minuten
auf Dame Nr. 2.

Hier die Homepage des SV 1920 Altenburg.


=================================================================

07.05.18: Überraschungssieg beim "BiMa 21" (von Sandra)

"Aussichten, dass die Augen grinsen" und "Höhenmeter, dass sich die Waden freuen" - dies verspricht die Ausschreibung dieses sehr zu empfehlenden Landschaftslaufes, und das war keinesfalls zu viel versprochen. 
So haben wir uns kurzfristig zu einem Start beim Halbmarathon entschlossen. Dieser stand zunächst noch in den Sternen, da der Lauf bereits ausgebucht war und wir nur auf der Nachrückerliste Platz fanden. Das Nachrücken hat jedoch funktioniert, und so durften wir gestern in Kleinalmerode an den Start gehen. 
 
Die Ausschreibung hat keinesfalls zu viel versprochen - das Auge konnte sich kaum sattsehen an der herrlichen Landschaft, durch die wir liefen. Grandios war vor allem der letzte Kilometer: Nach einer Trailpassage verließ man den Wald und lief auf einer Anhöhe an blühenden Bäumen vorbei hinab nach Kleinalmerode, mit phantastischer Aussicht auf das hügelige Umland. 
Freuen durften sich auch die Waden, zumal sich die 535 Höhenmeter relativ gleichmäßig auf der ersten Hälfte der Strecke verteilten. 
 
  Sonderliche Ambitionen waren mit diesem Start nicht verbunden, da wir ja vor fünf Tagen schon einen Halbmarathon absolviert haben. Dabeisein und genießen, das war Ziel. 
Manchmal kommt es jedoch anders als man denkt... und so haben wir den Lauf genossen und waren dabei, allerdings doch ganz vorn!
 
Sehr zu meiner Überraschung lief ich schon bald nach dem Start vorweg - und wurde nach 1:42:27 h in Kleinalmerode großartig als Siegerin der Damenwertung gefeiert. 
Rainer Bettermann ging auch wieder für den TSV Korbach am Start und platzierte sich auf Rang 6 von über 140 Männern; in der Altersklasse M50 war dies Platz 2. Er benötigte 1:38:23 h für die ca. 21,2 KM lange Strecke.
Das Fundament für die Wertung im German Trailrunning Cup ist somit gelegt!

=================================================================

02.05.18: Hainichlauf in Mihla (von Sandra)

Der Hainich, Thüringens einziger Nationalpark, ist Heimat zahlreicher Wildkatzen, die im Dickicht Schutz suchen - und Anziehungspunkt für Wanderer, Radfahrer und natürlich auch für Läufer. Für letztere besonders alljährlich am 01. Mai, wenn der Hainichlauf, auch genannt "Wildkatzenlauf", ausgetragen wird.
 
Mihla, eine kleine Gemeinde unweit von Eisenach, ist Start- und Zielpunkt dieses anspruchsvollen Landschaftslaufes. Haben wir am Vortag Mihla noch als verschlafenes Nestchen kennengelernt, welches jedoch immerhin zwei Schlösser als Sehenswürdigkeit bieten kann, so wurden wir am 01. Mai eines besseren belehrt: Der ganze Ort schien auf den Beinen zu sein, und der Sportplatz war Ziel von allem, was laufen oder fahren konnte. Dort tobte das Leben!
 
Gänsehautfeeling beim Halbmarathonstart.... Mit "Highway to hell" wurden die Läufer auf die Strecke geschickt, und ab ging es in den Wald! 
Schnell hatte ich den Trubel hinter mir gelassen und fühlte mich schon bald im Wald auf den teils sehr engen Läufen allein. Das raschelnde Laub unter mir, steile Singletrails bergauf.... und wieder ein steiler Abstieg.. Achtung... einem Ast ausweichen... ja, ich kann mir vorstellen, dass hier wirklich die eine oder andere Wildkatze versteckt saß und die vorbeieilenden Läufer beobachtete. 
 
Die etwas mehr als 21 Kilometer waren viel zu schnell vorbei, und schon war ich wieder mitten im Trubel. Welch ein Kontrast zu der Ruhe und fast schon Einsamkeit, die im Wald zu spüren war! Auf dem Sportplatz wurde bei stimmungsvoller Musik gefeiert, Bierkisten hin- und hergeschleppt und die ankommenden Läufer bejubelt. Und ich durfte nach 1:44:47h Platz 3 in der Gesamtwertung der Damen sowie den Altersklassensieg in der AK W40 feiern. Nun gehört das Dickicht wieder den Wildkatzen.

=================================================================

23.04.18: Volkslauf in Hofgeismar (von Sandra)

Der Volkslauf in Hofgeismar wurde bereits zum 40. Mal ausgetragen, und auch ich durfte eine Art Jubiläum laufen:
Zum 300. Mal stand ich bei einer Laufveranstaltung am Start; mehr als 4.700 Wettkampfkilometer habe ich in den letzten 15 Jahren absolviert. Heute konnte ich 18,3 Kilometer für meine persönliche Laufstatistik sammeln und mich wieder für eine Strecke begeistern.
 
355 Höhenmeter waren auf dem Weg zum Westberg und dem Heuberg zu überwinden, und diese größtenteils im Wald, was bei den sommerlichen Temperaturen sehr angenehm war. Für die Mühen des Anstieges wurden die Läufer aber auf jeden Fall belohnt: Auf den letzten Kilometern konnte das Auge ein herrliches Landschafts-panorama von Hofgeismar und Umgebung genießen, gespickt mit zahlreichen in voller Blüte stehenden Bäumen. Der Frühling ist für mich doch wirklich die schönste Jahreszeit...
 
Zumindest bei den Frauen war die Platzierung schon vom Start weg klar: Die spätere Siegerin startete forsch und setzte sich an die Spitze, von der sie sich nicht vertreiben ließ. Ich folgte mit ca. 2minütigem Rückstand und wurde Zweite der Damenwertung sowie Altersklassensiegerin der W40 (Zeit: 1:24:58 h auf 18,3 KM).
 
Rainer Bettermann startete erstmals für den TSV Korbach und stand nach 1:20:45 h als Altersklassenzweiter der M50 fest.
 
Zufrieden zeigte sich auch Herbert Wilke, der im Trikot der LAG Wesertal über 5 Kilometer an den Start ging und souveräner Altersklassensieger (M55) wurde. Er benötigte 18:23 Minuten und genoss somit diesen herrlichen Frühlingslauf im Schnelldurchgang.


Hier die Ergebnisse.

=================================================================

25.03.18: Ibbenbürener Klippenlauf - Der Trail-Run mit der besonderen Härte - nichts für Warmduscher! (von Sandra)


... so bewirbt der Veranstalter seinen Lauf über 24,7 Kilometer, der gestern im Teuteburger Wald, in der Nähe von Osnabrück, stattfand. Und das Konzept ging auf: Die insgesamt 1.000 Startplätze waren bald vergeben, und auch ich stellte mich dieser Herausforderung. Neun Klippen, also neun Anstiege galt es zu überwinden, mit einem Gesamtanstieg von 500 Höhenmetern und einer maximalen Steigung von 25%.

An diesem Tag stimmte einfach alles: Der waldige Untergrund war trocken und ließ sich sehr gut belaufen, und mein Trainingswettkampf in Kollerbeck vor zwei Wochen machte sich bezahlt: Die Klippen konnte ich gut bezwingen, und auf den Bergabpassagen hatte ich das Gefühl, dass nur Fliegen schöner sein kann - wenn überhaupt.





Foto: Richard Hartinger, Frank Hansmann, Markus Thonemann (alle Warburger SV) und Sandra mit Rainer Bettermann


Zusätzlich beflügelt wurde ich von den Zuschauern, die uns aus Leibeskräften anfeuerten - und mir zuriefen, dass ich auf Rang 2 der Damenwertung unterwegs sei. Ich, auf Platz 2? Bei einem größeren Trailevent? 
Das hat mich überrascht und mich zusätzlich beflügelt - dies wollte ich mir nicht nehmen lassen. So gab ich nochmal Gas - und griff in meiner Euphorie sogar zu einer eher unüblichen Laufverpflegung: Neben Nussecken wurden an einer Getränkestation auch kleine Becher mit Honigschnaps gereicht.... nicht nur Red Bull verleiht Flügel, sondern anscheinend auch der Honigschnaps. 
 
So vergingen auch die letzten Kilometer in Windeseile, und viel zu schnell war das Vergnügen vorbei und das Ziel in Ibbenbüren in Sichtweite. Nach 2:03:28 h wurde ich tatsächlich zweite Dame und Altersklassensiegerin der AK W 40 und ließ über 120 Frauen hinter mir. Der Lauf ist zwar nichts für Warmduscher - aber mit dieser tollen Platzierung waren meine Chancen für warmes Wasser in der Dusche deutlich gestiegen!

=================================================================

12.03.18: In Kollerbeck wird gelaufen ... (von Sandra)

In Kollerbeck, einem ca. 700-Seelen-Ort im nördlichsten Zipfel des Landkreises Höxter, wird gelaufen, und das seit 30 Jahren. Beeindruckend finde ich, dass sieben Mitglieder dieser Laufgruppe bereits von Anfang an dabei sind, also 1% der Bevölkerung seit Jahrzehnten die Laufschuhe schnürt. Überträgt man diesen Prozentsatz auf Korbach, würde dies eine stolze Zahl von ca. 240 Dauer-Läufern ausmachen - beeindruckend!
 
Anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Kollerbecker Laufgruppe wurde heute der Mörthlauf über 16,5 Kilometer ausgetragen, und in der Ausschreibung war zu lesen, dass der Lauf als "nicht einfach, sondern sogar schwer" zu beurteilen sei - also wie für mich geschaffen!
 
Was ist wohl das Schwierige an diesem Lauf, habe ich mich gefragt, und ihn - ehrlich gesagt - unterschätzt. 16,5 Kilometer, mit etwas mehr als 400 Höhenmetern... das kann doch wohl nicht so schwer sein....
 
Doch, war es! Richtig anstregend, aber auch richtig schön. Herausfordernd waren zum einen die Höhenmeter. Diese konzentrierten sich zwar auf der ersten Hälfte des Laufes, allerdings gab es kurz vor dem Ziel noch einen knackigen Anstieg.
 
Die nächste, und vielleicht sogar wirkliche, Herausforderung war die Strecken- beschaffenheit: Knapp die Hälfte der Strecke war auf herrlichen Waldtrails zu bewältigen - nicht unbedingt als Weg zu erkennen (vielleicht waren dort vor 30 Jahren mal Wege). 
Leicht fiel auf jeden Fall die Orientierung - im Abstand von ca. 100 Metern hatten die Veranstalter auf der gesamten Strecke kleine Häufchen aus Sägespänen gestreut. Aufwendig, aber umweltfreundlich! 
 
Die Sägespäne führten mich sicher in´s Ziel, welches ich souverän als Gesamtsiegerin nach 1:28:53 h erreichte - Dame Nr. 2 lief knapp sieben Minuten nach mir auf dem Sportplatz ein. 
Nun weiß ich, dass der Lauf wirklich schwer ist - und ich bin froh, dass ich diese traditionsreiche Strecke der Laufgruppe Kollerbeck kennen lernen durfte.

=================================================================

16.02.18: Tatjana Schilling steigert eigene Weitsprung-Bestmarke

(Quelle: Jörg Reckemeier auf Leichtathletik.de)

Mit einer neuen deutschen Hallen-Bestleistung im Weitsprung der Klasse W45 ist Tatjana Schilling in die Hallensaison gestartet.

 

Die Siebenkampf-Europameisterin von 2017 in Aarhus (Dänemark) sprang bei den Hessischen Senioren-Hallenmeisterschaften Anfang Februar in Stadtallendorf 5,40 Meter und verbesserte damit die von ihr selbst und von Urte Alisch (SC Neubrandenburg) gehaltene bisher gültige Bestmarke von 5,33 Metern um sieben Zentimeter.

Bereits im zweiten Versuch hatte Tatjana Schilling (TSV 1850/09 Korbach) mit einem Sprung von 5,34 Metern die alte Bestleistung überboten bevor sie dann im fünften Durchgang diese Leistung mit 5,40 Metern noch einmal steigern konnte. Außer im Weitsprung war die Korbacherin auch im Sprint-Wettbewerb über 60 Meter in 8,25 Sekunden sowie im Hochsprung mit 1,50 Metern erfolgreich.

=================================================================

16.02.18: Sandra aud Madeira (Teil 2): Praia Formosa-Run

Zwei Tage nach dem Halbmarathon in Funchal stand das nächste Laufevent auf dem Plan: der Praia Formosa-Run, ein maedeirensisch-deutscher Freundschaftslauf, bei dem uns Madeiras Laufelite zeigte, was sie drauf hat.
Der Lauf, eine Wendepunktstrecke über insgesamt 9,2 Kilometer an der Strandpromenade von Praia Formosa (ein Vorort von Funchal/ Madeira) hatte es wieder in sich. Er war anspruchsvoll, da insgesamt vier kernige Anstiege zu bewältigen waren - dank des Wendepunktes ging es aber natürlich auch viermal bergab. Und der Lauf war landschaftlich absolut reizvoll, mit einer Strecke, die permanent direkt am Meer entlang fürhte, abschnittsweise über Brücken.... Sonne, das Meer, salzige Luft... spätestens jetzt war wohl jeder Läufer richtig im Urlaub angekommen.
Natürlich hatten wir gegen die portugiesischen Spitzenläufer keine Chance, aber auch wir wurden von den Zuschauern kräftig mit "Go, Go, Go" oder "Vamos" angefeuert und beklatscht.
Zumindest die weibliche Konkurrenz blieb hinter mir, und nach 41:41 Minuten hatte ich den Sieg in der Tasche.

=================================================================

04.02.18: Sandra auf Madeira (Teil 1): Halbmarathon in Funchal
Es ist Ende Januar, und ich stehe in kurzem Laufoutfit am Start eines Halbmarathons. In Deutschland ist dies derzeit undenkbar, doch Funchal auf Madeira bietet aktuell die besten Lauftemperaturen. Sonne, die sich wie Frühling anfühlt, dazu ganz leichter Sprühregen - herrlich. 
Mein läuferischer Auftakt in der Altersklasse W40 sollte hier in Portugal stattfinden - doch dank der im Vergleich zu Deutschland anderen Altersklasseneinteilung habe ich ein wenig Aufschub bekommen und werde noch in der W35 gewertet. 
 
Madeira ist eine atemberaubende Insel, der Lauf in der Hauptstadt Funchal jedoch eher unspektakulär, aber dennoch ein tolles Erlebnis.
Gestartet wurde vor einem Einkaufzentrum, und der Halbmarathonkurs führte mit mehreren Wendepunktschleifen immer am Atlantik entlang bis hin zum Christiano-Ronaldo-Museum.
Da brauchte das Auge keine weiteren Sehenswürdigkeiten, um den Lauf interessant zu finden - der Blick auf das Meer, mehrere Regenbogen am Himmel (Sprühregen!) sowie die bunte Blütenpracht, die sich auch schon im Januar zeigt, dies ist Motivation und Ablenkung genug.
"Der Lauf ist nicht ganz eben", wurde uns vorher gesagt. Das stimmt! Die zahlreichen langen Anstiege liessen mich spontan an die Formeln zur schiefen Ebene denken, die ich vor langer Zeit mal im Physikunterricht gelernt habe...
 
Dank der zwei Wendepunktschleifen, die zu absolvieren waren, hatte ich die übrigen Läuferinnen stets im Blick, und schon bald nach dem Start kristallisierte sich eine Rangfolge heraus. Ich lief auf Rang sechs und hatte einen komfortablen Vorsprung auf die Damen, die hinter mir waren. So konnte ich mir die Kraft gut einteilen, dem zum Teil heftigen Gegenwind strotzen und auf den letzten Kilometern noch nach vorn aufschliessen - Rang fuenf in der Gesamtwertung! 
In 1:38:37 h erlief ich mir meinen definitv letzten Pokal in der Altersklasse W35; ich wurde Altersklassendritte und bekam als schnellste deutsche Halbmarathonläuferin einen kräftigen Applaus!

=================================================================

13.01.18: Toller Erfolg für unsere Sophia Schiffmann: Nach drei harten Läufen bei den hessischen Hallenmeisterschaften belegte sie heute im Finale über 60m der Jugend W14 den Silberplatz in 8:08 Sek. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!

=================================================================

01.01.18: Silvesterlauf in Gießen (von Sandra)

Ein schöner Lauf zum Jahresende - gehört für mich einfach dazu.
In diesem Jahr war der Lauf wieder sehr schön, hat mich jedoch auch sehr nachdenklich gestimmt. Aber von Anfang an. 
 
Mein letzter Lauf im Jahr 2017 -und in der Altersklasse W 35!- fand in Gießen statt. So stand ich heute bei strahlendem Sonnenschein am Start über 10 Kilometer und verspürte keine große Lust auf einen Straßenlauf. Und schnell? Wie geht das noch gleich? Eine 45er Zeit müsste doch drin sein, oder nicht? Lange nicht gemacht....
Glücklicherweise stellte sich nach einem Kilometer heraus, dass der Lauf überwiegend im Wald auf zum Teil ziemlich matschigen Wegen, hin und wieder sogar auf schmalen Trails mit welligem Profil, verlaufen sollte. Wie sagt man doch so schön: Der Appetit kommt beim Essen, und der Spaß beim Laufen! 
 
So lief ich fröhlich durch den Wald "rund um den Schiffenberg", als ich vielleicht hundert Meter vor mir sah, dass jemand quer auf der Laufstrecke lag. "Da hat der Photograph sich aber eine hinderliche Position ausgesucht, um die besten Photos zu schießen", dachte ich noch bei mir, denn die Läufer vor mir liefen unbeirrt um das "Hindernis" herum oder sprangen sogar darüber hinweg.
Als ich näher kam, merkte ich jedoch, dass es keineswegs ein Photograph war, der sich dort auf die Strecke gelegt hatte, sondern ein Läufer, der gestürzt war, und sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Oberschenkel rieb. Und Läufer nach Läufer rannte an ihm vorbei....
 
Glücklicherweise hatte die Läuferin, die direkt vor mir lief, ein Einsehen, hielt an, und rief aus Leibeskräften nach den Erste-Hilfe-Posten, die auch  prompt zur Stelle waren. 
Sehr nachdenklich gestimmt lief ich weiter. Was muss wohl in den Läufern, die an dem Verletzten vorbei gerannt sind, vorgegangen sein, dass sie ihn einfach ignoriert haben? Haben sie seine missliche Lage nicht bemerkt? Oder lag es gar daran, dass es ein Farbiger war, der gestürzt ist? Hätte ich gestoppt, wenn es nicht die Läuferin vor mir getan hätte? Oh weh, hoffentlich komme ich selbst nie in eine vergleichbare Situation... 
 
Die Zeit oder eine Platzierung wurde bei diesen Gedanken eher zweitrangig. Ich bin glücklich, wieder ein Jahr hinter mich gebracht zu haben, welches ich mit einem Lauf abschließen kann. Wenn man heil im Ziel ankommt, geht es einem doch gut, oder nicht? 
Übrigens erreichte ich das Ziel als sechste Frau und Zweite meiner Altersklasse, in 45:23 Minuten.